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Angedacht - Wahlkampf

16. März 2018 22:15 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Esther Stosch - pixelio.de

Über den ‚Kampf’ im täglichen Leben 

Unser Land hat seit ein paar Tagen wieder eine ‚ordentliche’ Regierung. Die Minister*innen und ihre Mitarbeiter sind bemüht, ihre Arbeit so schnell wie möglich aufzunehmen. Eine geordnete Bundesregierung ist das gemeinsam erklärte Ziel.

Stabilität, Wachstum und Verlässlichkeit sind die Mantra artig verwendeten Schlagwörter der Politiker.

Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um sich zu profilieren, ihre Partei in den Fokus zu stellen. Es scheint gerade so, als sei der nächste Wahlkampf in vollem Gange. Treu nach dem Motto: Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Apropos Wahlkampf. Tagtäglich begegnet er mir, mein persönlicher Wahlkampf. Das beginnt beim Aufwachen, zieht sich durch den kompletten Tag. Bei den unterschiedlichsten, meist alltäglichen, kleinsten  Entscheidungen stehe ich in einer Art Wahlkampf. Ich kämpfe mich mit der Wahl durch den Tag, das eine zu tun, das andere zu lassen. Habe ich die eine Wahl abgeschlossen, steht die nächste an. Zu dem Tun oder Lassen kommt die Wahl des richtigen Zeitpunktes hinzu. Ob bei den Terminen, der Auswahl der Kleidung, der besten Verkehrsverbindung...

Jede Wahl wird begleitet durch mein ganz persönliches Wahlprogramm. Gemeint sind meine Werte und Normen, nach denen ich, mein Leben  plane und gestalte. Bei der Entscheidung für einen Termin frage ich mich neben der Einschätzung, ob er in die anderen Termine des Tages hinpasst, auch danach, ob er dran ist. Ob es gut ist einen anderen Termin dafür abzusagen. Ich beginne mich mit der Frage nach Dringlich- bzw. Wichtigkeit auseinander zu setzten.

Paulus gibt uns für diesen  Wahlkampf ein weises Prinzip an die Hand. In 1. Kor. 10, 23ff kommt er zu dem Schluss, dass alles was wir tun dann richtig ist, wenn wir es zur Ehre Gottes tun.

Wenn ich am Abend meinen Wahlkampftag an mir vorbeiziehen lasse, kann ich deutlich erkennen, wo ich eine Wahlschlappe erlitten habe, weil ich eine falsche Wahl getroffen habe. Andererseits steht mir auch klar vor Augen, wo ich an der Seite Gottes einen Wahlsieg „errungen“ habe.

Eine gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

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